Wie #MeToo die Veranstaltungsbranche verändert hat.

. In den letzten Jahren hat kein Thema Frauen mehr getroffen als die #MeToo-Bewegung, und ihre Auswirkungen haben fast jede Branche verändert, insbesondere die Welt der Meetings und Veranstaltungen.

Lassen Sie uns einen Blick zurückwerfen auf die Geschichte der #MeToo-Bewegung, wie die Industrie in ihrer Folge positive Schritte nach vorne gemacht hat und was wir noch tun können, um sexuelle Übergriffe bei Meetings und Veranstaltungen zu bekämpfen.

Eine Zusammenfassung der #MeToo-Bewegung

Im Jahr 2006 gründete Tarana Burke die Bewegung „Me Too“, um Überlebende von sexueller Gewalt, sexueller Belästigung und sexuellem Übergriff zu unterstützen, wobei der Schwerpunkt auf jungen schwarzen Frauen und Mädchen aus einkommensschwachen Gemeinschaften lag. Im Jahr 2017 wurde der Hashtag populär, als die Schauspielerin Alyssa Milano twitterte: „Wenn Sie sexuell belästigt oder angegriffen wurden, schreiben Sie mir auch“ als Antwort auf diesen Tweet“, und der Tweet wurde viral. Bis zum Ende des Tages am 15. Oktober 2017 wurde der Hashtag 200.000 Mal verwendet, und innerhalb der ersten 24 Stunden wurden Millionen von Beiträgen auf Facebook freigegeben. Prominente erzählten ihre Geschichten, und die Kultur rund um sexuelle Übergriffe war eindeutig auf die eine oder andere Weise verändert worden. Später würdigte Milano die frühere Arbeit von Burkes Organisation an der Bewegung. Diese Anerkennung ist wichtig, weil Burkes Jahrzehnt der Arbeit mit unterprivilegierten Frauen nicht überschattet werden sollte und eine wichtige Rolle bei den Folgewirkungen der #MeToo-Bewegung als Ganzes gespielt hat.

Im Zuge dieses viralen Tweets wurden viele mächtige Männer in der Öffentlichkeit verdrängt – denken Sie an Harvey Weinstein, Kevin Spacey, Larry Nassar, Matt Lauer – und viele Geschichten wurden ans Licht gebracht. Die Bewegung machte auf sexuelle Belästigung und Übergriffe am Arbeitsplatz und darüber hinaus aufmerksam und hat der ungerechten Behandlung von Frauen in vielen Branchen gebührende Aufmerksamkeit geschenkt.

Wie hat sich die Veranstaltungsbranche im Zuge von #MeToo verändert?

Die #MeToo-Bewegung hatte Auswirkungen auf viele Branchen, von der Umstrukturierung der Führung bis hin zur Bildung von Arbeitsgruppen, von Gremien über Belästigung am Arbeitsplatz bis hin zu politischen Veränderungen. Die Veranstaltungsbranche war nicht anders.

Hier sind nur einige der Änderungen:

  • Im Jahr 2018 trafen sich Branchenführer aus verschiedenen Verbänden zu einer Koalition. Die Task Force Sexuelle Belästigung der Veranstaltungsbranche wurde gebildet, um „sexuelle Belästigung in der Veranstaltungsbranche und am Arbeitsplatz zu beseitigen“, indem sie „Werkzeuge identifiziert und neue Ressourcen entwickelt, um Einzelpersonen und die Veranstaltungsbranche über sexuelle Belästigung aufzuklären“. In der Koalition waren Führer aus den folgenden Verbänden vertreten: American Society of Association Executives (ASAE); Association for Women in Events (AWE), der Events Industry Council (EIC), die International Association of Exhibitions and Events (IAEE), IMEX, JMIC, Meeting Planners International (MPI), Professional Convention Management Association (PCMA) und SITE.
  • Für eine Vielzahl von Unternehmen der Veranstaltungsbranche hat sich das Management bemüht, ihre Richtlinien und Prinzipien zu überarbeiten, um „explizite Formulierungen aufzunehmen, die besagen, dass das Unternehmen keine Belästigungen jeglicher Art toleriert“, und strengere Richtlinien zur Nulltoleranz einzuführen. Darüber hinaus haben viele Unternehmen Fortschritte bei der Durchführung von Trainingsprogrammen zu den Themen Integration, Vielfalt und arbeitsplatzgerechtes Verhalten gemacht.
  • Andere haben daran gearbeitet, Gespräche über Gleichstellung, sexuelle Gewalt, Arbeitsplatzstandards und Vielfalt zu eröffnen, indem sie Ressourcen veröffentlicht haben: Blog-Posts, Webinare, Panels und mehr. Die Schulung von Mitarbeitern und Veranstaltungsfachleuten zu diesen Themen ist ein wichtiger Schritt, der nicht übersehen werden darf.


Unternehmen haben alles daran gesetzt, die Aufmerksamkeit auf ihre weiblichen Führungskräfte zu lenken und sie dafür zu sensibilisieren, Hindernisse zu überwinden und Veränderungen in ihren Unternehmen vorzunehmen. Kleinere Anstrengungen zur Stärkung von Frauen am Arbeitsplatz können für die Veränderung der Industriekultur ebenso entscheidend sein wie große Anstrengungen.

Wie geht es weiter?

Im Zuge der #MeToo-Bewegung gab es außergewöhnliche Veränderungen, aber der Fortschritt endet hier nicht. Es ist wichtig, die #MeToo-Bewegung nicht als Trend oder Modeerscheinung zu behandeln. Laut diesem Artikel im Magazin Meetings & Conventions „haben fast zwei Drittel der Meeting-Profis sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. Von 250 Befragten (27 Prozent davon männlich) wurde fast die Hälfte in Meetings schikaniert.“ Es gibt immer noch Probleme in der Veranstaltungsbranche, und deshalb müssen diese Gespräche fortgesetzt werden.

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